Das Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht es darum, unbewusste Wünsche, Konflikte und Motive, die in Ihrer Lebensgeschichte entstanden sind, bewusst werden zu lassen und diese unbewussten Muster dadurch verändern zu können. Es wird davon ausgegangen, dass wir alle früh in unserem Leben Fähigkeiten und Strategien erwerben, die optimal zu den Bedingungen unserer Kindheit passen. Diese Anpassungsleistungen können im späteren Leben jedoch manchmal zu Schwierigkeiten führen. In diesem Zusammenhang hat das Symptom, aufgrund dessen Sie sich eine Therapie wünschen und das oft als unerwünscht oder krank erlebt wird, meist einen Sinn, ist ein erster Lösungsversuch oder Schutzmechanismus des Körpers. Emotionen, die vielleicht bisher verdrängt werden mussten, können im sicheren Rahmen der Therapie ausgedrückt werden und sind ein wichtiger Indikator für relevante Themen und ein unerlässlicher Teil wirksamer Verstehens-, Verarbeitungs- und Veränderungsprozesse. Im Gespräch erarbeiten wir anhand Ihrer Biografie und bisheriger bedeutsamer zwischenmenschlicher Beziehungen ein besseres Verständnis und mehr Akzeptanz für sich selbst sowie entwickeln neue Handlungs- und Gestaltungsräume.

Behandlungsspektrum

Mit dem Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie kann das gesamte Spektrum psychischer Probleme und Störungen behandelt werden. Im Zentrum stehen Sie mit Ihrem emotionalen Problem, das sich auf allen Ebenen Ihres Erlebens mitteilen kann, in Ihren körperlichen Empfindungen, Bewegungen, Gefühlen, Gedanken und Fantasien. Die Schwierigkeiten, auf Grund derer Sie sich in Therapie begeben und die Veränderung, die Sie sich für Ihr Leben wünschen ist genauso individuell wie Sie selbst, und genau deshalb ist es mein Ziel, für jede/n Patientin/en die passende Therapie zu erarbeiten. 

Zu Ihrer Orientierung möchte ich einige der psychischen Störungen benennen, die ich in meiner Praxis behandle. Diese sind zum Beispiel:
 

  • Depressionen und Erschöpfungszustände
  • Akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen
  • Angststörungen, zum Beispiel Phobien
  • Zwangsstörungen
  • Traumafolgestörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychosomatische Erkrankungen, zum Beispiel Schmerzstörungen, funktionelle Störungen
  • Psychische Probleme aufgrund körperlicher Erkrankungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Essstörungen

Da jeder Mensch mit seiner Symptomatik individuell ist, sind die benannten Störungen als wissenschaftliche Klassifizierung von psychischen Krankheiten zu betrachten. Psychisches Leid ist so vielfältig wie auch die Menschen und so gibt es viele weitere Beschwerden, zum Beispiel Lebenskrisen, Trauerprozesse oder auch Probleme im Zusammenhang mit dem eigenen Lebensumfeld, der Partnerschaft, Familie oder dem Beruf. Ob eine Psychotherapie bei Ihnen indiziert ist, können Sie bei einem Erstgespräch herausfinden.


Gruppentherapie als weitere Behandlungsmöglichkeit

In der Praxis bietet Christine Lewer als Alternative zur Einzeltherapie auch die Möglichkeit an, an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Das Konzept der Gruppentherapie ermöglicht über die therapeutische Zweierbeziehung hinaus, mit anderen Personen gemeinsam als Gruppe seine therapeutischen Themen in einem geschützten Rahmen zu bearbeiten. Die Gruppentherapie bietet die besondere Möglichkeit sich direkt in Interaktion mit anderen zu erleben. Die unbewussten Beziehungsmuster werden somit im Hier und Jetzt der Gruppe erlebbar. Durch einen offenen und vertrauensvollen Austausch untereinander können wir bewusster wahrnehmen wie wir auf andere reagieren, wie wir uns einbringen, wann wir uns zurückhalten, wie wir Nähe herstellen und Distanz wahren. Das fördert wiederum unsere individuelle Entwicklung. Gruppentherapie kann in besonderer Form die Konfliktfähigkeit stärken und das Verständnis für Eigenanteile in der Interaktion mit anderen fördern, um sich letztlich selber besser zu verstehen. Durch den offenen und ehrlichen Austausch in der Gruppe können ebenfalls positive Zusammengehörigkeitserfahrungen gemacht werden, welche den Selbstwert stärken können. Aber auch Konflikte können in Gruppen entstehen und bieten eine besondere Möglichkeit, diese gemeinsam zu verstehen und in Zusammenhang zu früheren Erfahrungen zu setzen.

Traumasensitives Yoga als ergänzende Methode 

In der Praxis bietet Andrea Schwager zusätzlich zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie das Traumasensitive Yoga an. Traumasensitives Yoga ist eine evidenzbasierte, eine Psychotherapie ergänzende, körpertherapeutische Methode für komplex- und bindungstraumatisierte Patienten. Auch Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder psychosomatischen Störungen können von der Methode profitieren. Die Grundsätze vom traumasensitiven Yoga beruhen auf der Bindungstheorie sowie aus Erkenntnissen aus Neurophysiologie und Psychotraumatologie. 

Viele traumatisierte Menschen haben ein chronisch über- oder untererregtes Nervensystem, und befinden sich häufig in körperlichen Zuständen von z.B. Dumpfheit, innerer Leere, Depressivität, Erschlaffung, oder auch Nervösität, Anspannung, Angst, Hyperaktivität, bis hin zur Dissoziation und Abspaltung des körperlichen und emotionalen Erlebens. Auslöser in der Gegenwart (Trigger) können frühere überlebensnotwendige, körperliche Reaktionen wieder aktivieren. Im ersten Schritt ist es wichtig, diese Reaktionen als Teil der Überlebensgeschichte zu würdigen. Da diese Reaktionen jedoch meistens starkes psychisches Leid auslösen, wünschen sich viele Menschen, ihren Körper wieder als sicher und positiv zu erleben und selbst aus den posttraumatischen Zuständen des Nervensystems herauszufinden. 

 

Bei der Wahrnehmung der körperlichen Zustände und bei der selbstwirksamen Veränderung dieser, können Körperhaltungen und Bewegungen, sowie Atemübungen aus dem Yoga hilfreich sein. Beim traumasensitiven Yoga geht es in keiner Weise um Fitness, Akrobatik oder Esoterik. Körperliche Fitness ist keine Voraussetzung, um die Methode erfolgreich einzusetzen. Die Übungen können je nach Wahl sitzend, liegend oder stehend ausgeführt werden und können beruhigende und entspannende wie auch aktivierende, eine Dissoziation beendende Wirkung haben. In der Arbeit mit dem traumasensitiven Yoga geht es vor allem darum, die für das eigene Nervensystem stimmigen Übungen herauszufinden und für sich selbst zu gestalten. 


Zusätzliche Sprachen

Eine Behandlung ist bei Andrea Schwager auch in den Sprachen Englisch und Spanisch möglich. Für Sie kann es entlastend sein, sich in Ihrer Muttersprache ausdrücken zu können.